Alkohol
- Strategische Maßnahmen der Bundesregierung
- Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Alkohol? Kenn Dein Limit."
- Schutz von Kindern und Jugendlichen
- Alkohol ist bei Kindern und Jugendlichen die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz
- Ziele des Drogen- und Suchtrats
- Studie zum Rauschtrinken von Jugendlichen
- Bundesweiter Transfer des Bundesmodellprojekts „HaLT“
- Internetprogramm zum Test des Alkoholkonsums "www.drugcom.de"
- Kampagnen zur Alkoholprävention bei Jugendlichen
- Koma- und Flatrate-Partys nach geltendem Recht unzulässig
- Alkoholwerbung erhöht den Alkoholkonsum von Jugendlichen
- Studie „Alkoholkonsum in Kinofilmen“
- Alkopopsteuergesetz
- Europäische Studie zu den Auswirkungen der Erschwinglichkeit alkoholischer Getränke
- Fachtagungen
- Alkoholverbot für Fahranfängerinnen und Fahranfänger
- Alkohol in der Schwangerschaft
- Drogenbeauftragte und Deutscher Fußballbund vereinbaren weitreichende Kooperation
9,5 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Etwa 1,3 Mio. Menschen gelten als alkoholabhängig. Nur etwa 10 Prozent unterziehen sich einer Therapie - oft erst viel zu spät nach 10 bis 15 Jahren einer Abhängigkeit. Jedes Jahr sterben in Deutschland nach neuen Berechnungen mindestens 73.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholmissbrauchs. In der Gesellschaft herrscht eine weit verbreitete unkritisch positive Einstellung zum Alkohol vor. Durchschnittlich werden pro Kopf der Bevölkerung jährlich zehn Liter reinen Alkohols konsumiert. Gegenüber den Vorjahren ist eine leicht rückläufige Tendenz im Alkoholkonsum zu registrieren. Dennoch liegt Deutschland im internationalen Vergleich unverändert im oberen Zehntel.
Strategische Maßnahmen der Bundesregierung
Alkoholbedingte Schäden zu reduzieren, liegt in der Verantwortung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Entsprechend der von der EU-Kommission 2006 vorgelegten Empfehlungen für eine europäische Alkoholstrategie setzt die Bundesregierung in der Alkoholprävention auf einen Policy Mix von Verhältnis- und Verhaltensprävention. Gesetzliche Beschränkungen gehören ebenso dazu wie Aufklärungskampagnen über die Gefahren des riskanten Alkoholkonsums. Das gesellschaftliche Verständnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol soll mit einer bundesweiten Bewusstseinskampagne, die auf den bisherigen Maßnahmen zur Alkoholprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aufbaut, gefördert werden.
Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Alkohol? Kenn Dein Limit."
Alkohol wird in unserer Gesellschaft zu vielen Gelegenheiten getrunken: bei Feiern und Festen, zu Mahlzeiten oder zur Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, denn Alkohol ist, in geringen Mengen genossen, für gesunde Erwachsene nicht schädlich. Im Übermaß konsumiert, macht Alkohol jedoch abhängig und kann die Gesundheit und das Leben eines Menschen zerstören.
Wo verläuft die Grenze vom sogenannten risikoarmen, also nicht gesundheitsschädlichen Alkoholkonsum, zum riskanten, problematischen oder gar abhängigen Alkoholkonsum? Kennen Sie das Limit? mehr erfahren Angebot für Kinder und Jugendliche
Schutz von Kindern und Jugendlichen
Alkohol ist bei Kindern und Jugendlichen die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz
Nach der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2008 geben rund drei Viertel (75,8 %) der 12- bis 17-Jährigen an, schon einmal Alkohol getrunken zu haben.
Im zeitlichen Trend wird deutlich, dass der Anteil der Jugendlichen in dieser Altersgruppe, die im vergangenen Jahr mindestens wöchentlich irgendein alkoholisches Getränk getrunken haben, von 21,2 % im Jahr 2004 auf 17,4 % im Jahr 2008 zurückgegangen ist. Der Rückgang von 2004 bis 2008 ist sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Jugendlichen zu beobachten. Mit dem Begriff „riskante Konsummuster“ wird ein Trinkverhalten beschrieben, das sich negativ auf die gesundheitliche und (psycho-)soziale Entwicklung von Jugendlichen auswirken kann. Häufiges Rauschtrinken (sog. Binge Drinking) – d. h. der Konsum von fünf oder mehr Gläsern alkoholischer Getränke hintereinander – gilt als ein Indikator für riskanten bzw. problematischen Alkoholkonsum.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Anteil Jugendlicher, die in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Binge-Trinken praktiziert haben, zwar von 25,5 % im Jahr 2007 zurückgegangen ist, aber im Jahr 2008 immer noch bei 20,4 % liegt. Wird die konsumierte Alkoholmenge zum Gradmesser gesundheitsgefährdenden Alkoholkonsums bei Jugendlichen genommen, ist nach den Daten der Drogenaffinitätsstudie 2008 davon auszugehen, dass etwa 8,2 % der Jugendlichen im Alter von 12- bis 17-Jahren einen riskanten oder sogar gefährlichen Alkoholkonsum aufweisen.
Obwohl der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit für Jugendliche bis 16 Jahren nicht erlaubt ist, zeigen die Daten der Drogenaffinitätsstudie, dass Alkohol von unter 16-Jährigen nicht nur konsumiert wird, sondern sogar viel zu häufig in riskanten bzw. gefährlichen Mengen getrunken wird. zur Studie Drogen- und Suchtbericht 2009
Ziele des Drogen- und Suchtrats
Der Drogen- und Suchtrat hat es sich in seinem Arbeitsprogramm vom 6.März 2006 zum Ziel gesetzt, bis 2008 die Quote der regelmäßig Alkohol konsumierenden 12 bis 17-jährigen Jugendlichen auf unter 18 Prozent zu senken. Nach den Zahlen der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist dies 2008 erfolgreich gelungen: Bei den 12 bis 17-Jährigen tranken 2008 noch 17,4 Prozent regelmäßig Alkohol, 2004 waren es 21,2 Prozent. Der Trend zum exzessiven Trinken, das sog. „Binge Drinking“, ist dagegen weiterhin ungebrochen. mehr erfahren
Studie zum Rauschtrinken von Jugendlichen
Das Bundesministerium für Gesundheit hat die qualitative Studie zum Thema "Einflussfaktoren, Motivation und Anreize zum Rauschtrinken bei Jugendlichen" in Auftrag gegeben, um mehr über die Hintergründe des Rauschtrinkens von Jugendlichen zu erfahren. Die Ergebnisse der Studie, die von der Universität Tübingen in Kooperation mit dem Genderforschungs-Institut tifs durchgeführt wurde, bieten eine Fülle von Informationen, die für die Präventionsarbeit auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene genutzt werden können. mehr erfahren
Bundesweiter Transfer des Bundesmodellprojekts „HaLT“
Die Zahl der alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Das BMG hat deshalb das wissenschaftlich begleitete Modellprojekt „HaLT – Hart am Limit“ initiiert, das mit finanzieller Unterstützung der zuständigen Landesministerien erfolgreich an elf Standorten in neun Bundesländern erprobt wurde. „HaLT“ verbindet Verhaltens- und Verhältnisprävention und spricht gleichzeitig Jugendliche und Erwachsene an. Das Projekt bezieht den Kontext ein, in dem jugendlicher Alkoholmissbrauch entsteht, weil sich nachhaltige Lösungsansätze nur hieraus ableiten lassen. „HaLT“ wirkt in regionalen Netzwerken, ist aber als "Bundesmodellprojekt" gleichzeitig eingebettet in nationale Präventionsstrategien.
In mehreren Bundesländern gibt es Koordinationsstellen mit dem Auftrag, die Implementierung von „HaLT“-Projekten im jeweiligen Land zu unterstützen. So lassen sich personalkommunikative Maßnahmen und die breite Ansprache der Bevölkerung in den Regionen mit Maßnahmen der Alkoholpolitik und überregionalen massenmedialen Kampagnen verknüpfen. Nach den Erfolgen in der Modellphase unterstützt das BMG nun drei Jahre lang die Villa Schöpflin mit der Steuerung und Durchführung des Bundestransfers. In diesem Zentrum für Suchtprävention wurde das „HaLT“-Konzept entwickelt und in einer 18-monatigen Pilotphase in Lörrach erprobt. Im Rahmen des „HaLT“-Bundestransfers werden seit Januar 2007 bis Ende 2009 Erkenntnisse und Erfahrungen aus den elf „HaLT“-Modellprojekten deutschlandweit interessierten Kommunen und Institutionen zur Verfügung gestellt. Bislang wurden in zehn „HaLT“-Einführungsseminaren und mehreren Vertiefungskursen mehr als 300 Präventionsfachkräfte aus Suchtberatungsstellen, Kommunen und Kliniksozialdiensten geschult. Mittlerweile bestehen mehr als 60 „HaLT“-Standorte im gesamten Bundesgebiet. mehr erfahren
Internetprogramm zum Test des Alkoholkonsums "www.drugcom.de"
Mit dem Internettest „check your drinking“ auf www.drugcom.de kann der eigene Alkoholkonsum hinterfragt werden. Jenen Nutzern und Nutzerinnen, die aktuell ein riskantes Konsumverhalten aufweisen, wird empfohlen, sich mit dem Programm „change your drinking“ über einen Zeitraum von zehn Tagen mit ihrem Alkoholkonsum auseinanderzusetzen und diesen zu reduzieren.
Kampagnen zur Alkoholprävention bei Jugendlichen
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
Kampagne "Alkohol? Kenn Dein Limit."
Das Internetangebot www.kenn-dein-limit.info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist Teil der Kampagne "Alkohol? Kenn Dein Limit.". Es richtet sich speziell an Jugendliche und informiert über Risiken und gesundheitliche Gefahren insbesondere durch hohen und riskanten Alkoholkonsum. mehr erfahren
Kampagne „Na Toll!“/„Bist Du stärker als Alkohol?“
Mit der Kampagne „Na Toll!“ sollen Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren vor der Entwicklung und Stabilisierung missbräuchlicher Konsummuster von Alkohol erreicht werden. Die Verzögerung des Einstiegsalters und die Reduzierung des exzessiven und riskanten Alkoholkonsums bei Jugendlichen stehen im Fokus zur Vermeidung alkoholbedingter Probleme bei Jugendlichen. Jugendliche, die sich noch in der Wachstumsphase befinden, sind im Vergleich zu Erwachsenen in erhöhtem Maße anfällig gegenüber alkoholbedingten Gesundheitsrisiken. „Na Toll!“ will Jugendliche dazu anregen, sich mit dem eigenen Konsum von alkoholischen Getränken auseinanderzusetzen und ihr Wissen über die gesundheitsschädigenden Folgen des übermäßigen Alkoholkonsums zu erhöhen. mehr erfahren
Kampagne der Polizei gegen Alkoholmissbrauch und Gewalt
Um exzessivem Alkoholkonsum und Gewalt entgegenzutreten, hat die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes im Dezember 2008 die Kampagne „Don’t drink too much – Stay Gold“ unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung gestartet. Durch eine mitunter drastische Text-Bild-Ansprache will die Kampagne Jugendliche aufrütteln und ihnen so zeigen, dass Trinken alles andere als „cool“ ist. mehr erfahren
Koma- und Flatrate-Partys nach geltendem Recht unzulässig
Nach geltendem Recht sind Veranstaltungen mit "Flatrate-Angeboten" für alkoholische Getränke unzulässig, die erkennbar auf die Verabreichung von Alkohol an Betrunkene abzielen. Bereits im Vorfeld kann die Bewerbung entsprechender Veranstaltungen verboten werden, da die Annoncierung solcher Veranstaltungen ein klares Indiz für die Abgabe von Alkohol an Betrunkene nach den bestehenden Regelungen darstellt. Die Durchführung solcher Veranstaltungen kann zum Widerruf der Gaststättenerlaubnis führen. Diese Regelungen sind im bestehenden Gaststättengesetz in den §§ 4 Abs.1 Nr. 1 sowie 15 Abs. 2 vorgesehen und können angewendet werden.
Alkoholwerbung erhöht den Alkoholkonsum von Jugendlichen
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, MdB, veröffentlicht heute „Die Auswirkungen von Alkoholwerbung“, eine Meta-Analyse von sieben neuen, sorgfältig durchgeführten Längsschnittstudien über den Einfluss der Alkoholwerbung auf Kinder und Jugendliche. Die Studien kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis: Je mehr Alkoholwerbung Kinder und Jugendliche sehen, desto früher beginnen sie mit dem Trinken und desto mehr trinken sie. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie drei oder mehr alkoholische Getränke an einem einzigen Anlass trinken, steigt durch die Alkoholwerbung. Pressemitteilung
Studie „Alkoholkonsum in Kinofilmen“
Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) untersuchte im Auftrag des Bundesministerium für Gesundheit die Verbreitung und die Auswirkungen des Alkoholkonsums in Kinofilmen. Insgesamt wurden 398 Kinofilme inhaltsanalytisch ausgewertet. Im Ergebnis zeigte sich, dass Alkohol in 88 % dieser Kinofilme konsumiert wurde. Angaben von mehr als 5.500 Schülerinnen und Schülern im Alter von 13 Jahren wurden herangezogen, um die Auswirkungen des Alkoholkonsums durch Rollenmodelle in Filmen zu untersuchen. Es ergab sich, dass die Jugendlichen im Durchschnitt mehr als 3,44 Stunden Alkoholkonsum in Filmen gesehen hatten. Das Risiko der Jugendlichen, Alkohol schon einmal ohne Wissen der Eltern getrunken oder riskantes Trinkverhalten gezeigt zu haben, verdoppelte sich, wenn die Dauer der insgesamt in allen Filmen gesehenen Trinkszenen besonders lang war. Die Studienergebnisse wurden im „International Journal of Epidemiology“ veröffentlicht. zur Studie
Alkopopsteuergesetz
Während vor der Erhebung der Sondersteuer im August 2004 noch 28 Prozent aller 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal im Monat spirituosenhaltige Alkopops konsumierten, waren es nach der Einführung des Gesetzes nur noch 16 Prozent. Zum Juni 2007 ist der Konsum von spirituosenhaltigen Alkopops weiterhin rückläufig. Sie wurden von 11 Prozent aller 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal im Monat getrunken. mehr erfahren
Europäische Studie zu den Auswirkungen der Erschwinglichkeit alkoholischer Getränke
2008 beauftragte die EU Kommission Gesundheit und Verbraucherschutz die unabhängige Non-Profit-Forschungsorganisation Rand Europe (Research and Development), eine Studie zu den Zusammenhängen von Erschwinglichkeit, Konsum und Schäden durch alkoholische Getränke in der Europäischen Union zu erarbeiten. Diese auf der Basis ausführlicher Literaturauswertungen und Konsultationen zahlreicher Interessenvertreter (EU Mitgliedsstaaten, Wirtschaftsverbände, Gesundheitsorganisationen sowie anderer EU Kommissionen) erstellte Studie liegt nun in der endgültigen, nur in englischer Sprache erhältlichen Fassung vor. zur Studie
Fachtagungen
Fachtagung der Drogenbeauftragten zu "Alkoholwerbung - Wirkung und (Selbst-)Kontrolle“
Auf der Fachtagung der Drogenbeauftragten „Alkoholwerbung - Wirkung und (Selbst-)Kontrolle" im Roten Rathaus in Berlin diskutieren am 25. September 2008 deutsche und internationale Experten aus den USA, Neuseeland, Frankreich und Großbritannien über Wirkung und effizientere Kontrolle von Alkoholwerbung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Die Experten waren sich einig, dass Alkoholwerbung Einfluss auf Kinder- und Jugendliche hat. Selbstkontrolle ohne staatliche Aufsicht - wie durch den Deutschen Werberat - wurde als unzureichend kritisiert. Experten aus Irland, Großbritannien und Frankreich stellten drei unterschiedliche Modelle der Ko-Regulierung vor, einer Kombination aus Selbstkontrolle der Wirtschaft und staatlicher Aufsicht über ebendiese Selbstkontrolle. mehr erfahren
Jahrestagung der Drogenbeauftragten 2007 "Voll drauf - neue Formen jugendlichen Alkoholkonsums"
Anlässlich der Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung 2007 „Voll drauf - Neue Formen jugendlichen Alkoholkonsums?" betont Sabine Bätzing: „Der Jugendschutz in Deutschland muss effektiver durchgesetzt werden. Kinder und Jugendliche müssen besser vor alkoholbedingten Gesundheitsschäden und Suchtgefahren geschützt werden.“ Tagungsdokumentation
Alkoholverbot für Fahranfängerinnen und Fahranfänger
Am 1. August 2007 ist das Gesetz zur Einführung eines Alkoholverbots für Fahranfänger und Fahranfängerinnen in Kraft getreten. Für Führerscheininhaber, die sich in der zweijährigen Probezeit befinden oder das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gilt die Null-Promille-Grenze. Es gibt gute Gründe für dieses Alkoholverbot. Bei Fahranfängern treffen Unerfahrenheit im Straßenverkehr und die Wirkung von Alkohol als Unfallrisiken zusammen. Für jeden dritten Autounfall unter Alkoholeinfluss sind junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren verantwortlich.
Alkohol in der Schwangerschaft
Alkoholkonsum in der Schwangerschaft schädigt das ungeborene Kind
Jedes Jahr werden 10.000 alkoholgeschädigte Kinder in Deutschland geboren, davon 4.000 Kinder mit dem Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FASD), einer schwerwiegenden geistigen und körperlichen Behinderung. Es zählt zu den häufigsten angeborenen Behinderungen in Deutschland. Es tritt im Vergleich zum Down-Syndrom doppelt so häufig auf– und ist zu 100 % vermeidbar.
Nach einer Studie der Charité gaben 58 % der befragten schwangeren Frauen an, während der Schwangerschaft gelegentlich Alkohol zu trinken. Bereits geringe Mengen Alkohol können das ungeborene Kind schädigen. Ein vollständiger Alkoholverzicht in der Schwangerschaft ist somit unabdingbar. mehr erfahren Informationen und Hilfsangebote
Der weltweit zweitgrößte Spirituosenkonzern führt in Deutschland Warnhinweise für Schwangere ein
Ein bedeutender Produzent von Alkoholika hat sich entschieden, noch in diesem Jahr Warnhinweise für Schwangere nach französischem Vorbild auf die Etiketten aller seiner Produkte zu drucken. Frau Bätzing begrüßt diese Entscheidung: "Ich hoffe, dass dieses Engagement auf freiwilliger Basis Vorbildwirkung auch für andere Produzenten hat. Es ist mir wichtig, dass alle Chancen genutzt werden, um Schwangere darauf hinzuweisen, dass sie während der Schwangerschaft nicht trinken dürfen. Schwangere müssen wissen, dass sie ihrem Kind schweren Schaden zufügen können, wenn sie in der Schwangerschaft Alkohol trinken."
Drogenbeauftragte und Deutscher Fußballbund vereinbaren weitreichende Kooperation
Am 18. August 2008 einigten sich der Deutsche Fußballbund und die Drogenbeauftragte in Frankfurt am Main auf die im folgenden zusammengefassten Ziele:
Pressemitteilung
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Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2008
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Flaschenpost - Aktionswoche "Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze"
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Gesetz zur Einführung eines Alkoholverbots für Fahranfänger
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Kurzbericht: Entwicklung des Alkoholkonsums bei Jugendlichen (2005)
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