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Glücksspiel , zum Ordnungsbegriff: Drogenbeauftragte - 21. Mai 2008

Situation in Deutschland

Eine 2008 veröffentlichte bundesweite Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht von etwa 100.000 Glücksspielsüchtigen aus. Weitere etwa 225.000 Glücksspielende in Deutschland weisen danach ein Glücksspielverhalten auf, das als problematisch betrachtet werden muss und möglicherweise in ein süchtiges Glücksspielverhalten führt. mehr erfahren

Glücksspielstaatsvertrag seit dem 1. Januar 2008 in Kraft

Nach dem "Sportwetten-Urteil" des Bundesverfassungsgerichts vom 28. März 2006 ist der Gesetzgeber gehalten, den Bereich der Sportwetten bis zum Ende des Jahres 2007 neu zu regeln. Demnach kann ein staatliches Wettmonopol nur erhalten bleiben, wenn es am Ziel der Bekämpfung der Wettsucht und der Begrenzung der Wettleidenschaft ausgerichtet ist. Im Juni 2006 haben sich die Ministerpräsidenten der Länder für die Aufrechterhaltung des staatlichen Lotteriemonopols entschieden. Der Glücksspielstaatsvertrag mit Neuerungen zur Suchtprävention wurde am 13. Dezember 2006 verabschiedet und ist seit dem 1. Januar 2008 in Kraft. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat das Ziel, die suchtpräventiven Angebote der Länder zu einem bundesweit stimmigen Gesamtkonzept zusammenzuführen.

Bundesmodellprojekt "Frühe Intervention beim Pathologischen Glücksspiel"

Das im Herbst 2007 begonnene dreijährige Bundesmodellprojekt „Frühe Intervention beim Pathologischen Glücksspielen“, befindet sich nach erfolgreicher Startphase in der Umsetzung. Es wird vom Bundesministerium für Gesundheit finanziert. Hauptziele des Projektes sind die fachliche Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ambulanten Suchtberatungsstellen im Umgang mit Pathologischen Glücksspielerinnen und -spielern sowie deren Angehörigen, um in diesem Zusammenhang mehr Menschen mit pathologischem Glücksspielverhalten zu einem früheren Zeitpunkt der Sucht zu erreichen. mehr erfahren

Studie "Glücksspielverhalten in Deutschland 2007-2009" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Eine im Januar 2010 veröffentlichte Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 16- bis einschließlich 65-Jährigen beschreibt die Entwicklung des Glücksspielverhaltens von 2007 bis 2009 in Deutschland. mehr erfahren zur Studie

Werkstattgespräche der Drogenbeauftragten zur Suchtprävention des Glücksspiels

Am 24. Januar 2007 lud die Drogenbeauftragte der Bundesregierung die Drogenbeauftragten der Länder, Suchtexperten und Vertreter von Landeslotteriegesellschaften zum Werkstattgespräch "Suchtprävention im Bereich des Glücksspiels" ein. Ziel war es, sich auf gemeinsam abgestimmte Standards für eine bundesweit aktive Suchtprävention zu verständigen. Dabei wurde die Umsetzung der Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrages diskutiert und bestehende Konzepte zur Suchtprävention vorgestellt.

Beim zweiten Werkstattgespräch am 13. März 2008 lud die Drogenbeauftragte zu einem Werkstattgespräch "Der neue Glücksspielstaatsvertrag - Suchtprävention auf dem Weg" ein. Das Werkstattgespräch ermöglichte es, ausgearbeitete Angebote und Konzepte aufzuzeigen und ein Gesamtbild der Präventionsmaßnahmen im Bereich Glücksspiel auf Bundes- und Landesebene zu zeichnen. Ergänzend bot die Veranstaltung Gelegenheit, weitere Anforderungen an die Suchtprävention des Glücksspiels zu erörtern. Werkstattgespräch der Drogenbeauftragten im März 2008: "Der neue Glücksspielstaatsvertrag – Suchtprävention auf dem Weg"

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