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Geschäftsbereich , zum Schwerpunkt: Ministerium - 11. Januar 2000

Der Fach- und Dienstaufsicht unterstehend:

Robert Koch-Institut (RKI)

Das RKI ist die zentrale Einrichtung des Bundes im Bereich der Öffentlichen Gesundheit zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten. Es bewertet, analysiert und erforscht dabei Krankheiten von hoher Gefährlichkeit, weitem Verbreitungsgrad oder großer öffentlicher oder gesundheitspolitischer Bedeutung. Stichworte sind z.B. HIV/Aids, Krebs, Allergien und Infektionskrankheiten. Bei diesem Institut ist die Ständige Impfkommission angesiedelt, die Impfempfehlungen erarbeitet. Außerdem ist es verantwortlich für die inhaltliche Bearbeitung und Koordinierung der Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Vom RKI werden auch gesetzliche und wissenschaftliche Aufgaben auf den Gebieten Gentechnik und biologische Sicherheit wahrgenommen.

Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (PEI)

Das Paul-Ehrlich-Institut trägt wesentlich zur Sicherheit biomedizinischer Arzneimittel bei. Seine Aufgaben umfassen die Zulassung und staatliche Chargenfreigabe von biomedizinschen Arzneimitteln sowie die Genehmigung klinischer Prüfungen in diesem Bereich. Auch die Forschung, sowohl prüfungsbegleitend wie auch Grundlagenforschung, gehört zu den Institutsaufgaben.
Zu den genannten biomedizinischen Arzneimitteln gehören Impfstoffe und Sera für Mensch und Tier, Allergenpräparate, monoklonale Antikörper, Arzneimittel aus Blut, Gentransferarzneimittel, somatische und xenogene Zelltherapeutika und Gewebezubereitungen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Paul-Ehrlich-Institut im Jahr 2005 zum WHO-Kooperationszentrum für die Qualitätssicherung von Blutprodukten und In-vitro-Diagnostika bestimmt.

Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)

Das DIMDI stellt hochwertige Informationen für alle Bereiche des Gesundheitswesens zur Verfügung. Es entwickelt und betreibt datenbankgestützte Informationssysteme für Arzneimittel- und Medizinprodukte und verantwortet ein Programm zur Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien (Health Technology Assessment, HTA). Das DIMDI ist Herausgeber amtlicher medizinischer Klassifikationen wie ICD-10-GM oder OPS und pflegt medizinische Terminologien, Thesauri, Nomenklaturen und Kataloge (z.B. MeSH, UMDNS, Alpha-ID, LOINC, OID), die u.a. für die Gesundheitstelematik von Bedeutung sind.
Das DIMDI ermöglicht den Online-Zugriff auf seine Informationssysteme und 70 Datenbanken aus der gesamten Medizin. Dazu entwickelt und pflegt es moderne Software-Anwendungen und betreibt ein eigenes Rechenzentrum.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Mehr Gesundheit für die Bürgerinnen und Bürger ist das Ziel der Arbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Als Fachoberbehörde für Gesundheitsförderung entwickelt sie gemeinsam mit Kooperationspartnern Strategien zur gesundheitlichen Aufklärung und Prävention und setzt sie in Kampagnen und Projekten um. Denn für eine große Zahl der am weitesten verbreiteten Krankheiten gilt, dass sie durch gesundheitsschädliches Verhalten hervorgerufen werden (z.B. Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Über- und Fehlernährung). Auch Risiken der Ansteckung mit Infektionskrankheiten lassen sich klein halten, wenn Übertragungswege und damit auch Schutzmöglichkeiten bekannt sind.

Wirksame Wege zur Eindämmung vieler Krankheiten liegen daher im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung durch Information, Aufklärung und Motivation zu gesundem Verhalten. Zu den zentralen Aufgabenfeldern der Bundeszentrale gehört die Aids-Aufklärung. Die 1987 gestartete Kampagne "Gib Aids keine Chance" ist die bisher größte und umfassendste Kampagne der Bundeszentrale. Sie ist in vieler Hinsicht modellhaft für eine erfolgreiche, bundesweite Präventionsstrategie.

Ein anderer Arbeitsschwerpunkt der Bundeszentrale liegt in der Suchtvorbeugung. Unter dem Motto "Kinder stark machen". setzt sie bei Kindern und Jugendlichen an und zielt darauf ab, das Selbstvertrauen der jungen Menschen, ihr Selbstwertgefühl, ihre Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit zu fördern und sie dadurch stark genug zu machen, damit sie in ihrem Leben nicht auf Suchtmittel ausweichen müssen, wenn Schwierigkeiten und Probleme auftreten. Weitere richtungsweisende Aktionen sind die Organspende-Kampagne und die Blut - und Plasmaspende-Kampagne.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Zu den Hauptaufgaben des BfArM gehört die Zulassung von Arzneimitteln, die Registrierung von homöopathischen Arzneimitteln, die Risikobewertung von Arzneimitteln und Medizinprodukten (etwa Herzschrittmacher, Computertomographen, Implantate) sowie die Überwachung des legalen Verkehrs mit Betäubungsmitteln und Grundstoffen.

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