Glossar G

Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) regeln die Abrechnung privatärztlicher und privatzahnärztlicher Leistungen, d. h. aller medizinischen und zahnmedizinischen Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. In ihnen sind die Gebühren für ärztliche und zahnärztliche Leistungen verzeichnet. Das Gebührenverzeichnis der GOÄ gliedert sich in Grundleistungen (z. B. Beratungen und Untersuchungen), nichtgebietsbezogene Sonderleistungen (z. B. Anlegen von Verbänden und Blutentnahmen) und gebietsbezogene Leistungen (z. B. Behandlungen im Bereich der Chirurgie und Untersuchungen im Bereich der Laboratoriumsmedizin). Das Gebührenverzeichnis der GOZ listet unter anderem allgemeine zahnärztliche, prophylaktische, konservierende und chirurgische Leistungen, Leistungen bei Erkrankungen der Mundschleimhaut und des Parodontiums sowie prothetische, kieferorthopädische und implantologische Leistungen auf.  

Die entsprechende Abrechnungsgrundlage für die Ärztevergütung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bilden der Einheitliche Bewertungsmaßstab ärztlicher Leistungen (EBM) und der Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen (BEMA).

GOÄ und GOZ werden mit Zustimmung des Bundesrates als Rechtsverordnungen der Bundesregierung erlassen.

Die GOZ wurde durch Art. 1 Erste ÄndVO vom 5.12.2011 (BGBl. I S. 2661) mit Wirkung zum 1.1.2012 novelliert. Die letzte Novellierung der GOÄ erfolgte zum 1.1.1996, sodass eine Überarbeitung erforderlich ist.

Hierzu haben die Bundesärztekammer (BÄK) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) im September 2011 dem Bundesministerium für Gesundheit angeboten, vor Beginn der fachlichen Vorarbeiten zur GOÄ-Novelle einen gemeinsamen Vorschlag zu erarbeiten. Sobald dieser vorliegt, wird die Novellierung vorbereitet.

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