Glossar R

Rauchen

Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jährlich sterben in Deutschland über 120.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Die Verringerung des Tabakkonsums und ein möglichst umfassender Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens sind daher vordringliche gesundheitspolitische Ziele, die von der Bundesregierung mit aufeinander abgestimmten präventiven, gesetzlichen und strukturellen Maßnahmen verfolgt werden. Hierzu gehören Preiserhöhungen sowie Abgabeverbote von Zigaretten an Kinder und Jugendliche, Präventionskampagnen, Werbeeinschränkungen, Vorgaben zur Verpackungsgestaltung und der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz. Aufgrund der föderalen Struktur unseres Landes liegt die Zuständigkeit für Maßnahmen zum Gesundheitsschutz sowohl beim Bund und als auch bei den Ländern.

Etwa seit den 1980er Jahren sind die Anteile der Raucher in der erwachsenen Bevölkerung leicht rückläufig. In Deutschland rauchen insgesamt 28 Prozent Frauen und Männer ab 18 Jahren. Männer rauchen mit 31 Prozent häufiger als Frauen, die zu 24 Prozent rauchen.  Bei den Jugendlichen ist ein deutlicher Rückgang in der Raucherquote zu beobachten. Hier hier hat sich seit fünfzehn Jahren der Anteil der rauchenden 12- bis 17-Jährigen erheblich reduziert. Er ist von 27,5 Prozent im Jahr 2001 auf 7,8 Prozent im Jahr 2015 gesunken. Auch bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren geht das Rauchen zurück. 2001 rauchten 44,5 Prozent. Im Jahr 2015 taten dies noch 26,2 Prozent.

Gespräche mit der Tabakwirtschaft

Das Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs vom 21. Mai 2003 (WHO Framework Convention on Tabacco Control – FCTC) lautet in Artikel 5 Absatz 3: "Bei der Festlegung und Durchführung ihrer gesundheitspolitischen Maßnahmen in Bezug auf die Eindämmung des Tabakgebrauchs schützen die Vertragsparteien diese Maßnahmen in Übereinstimmung mit innerstaatlichem Recht vor den kommerziellen und sonstigen berechtigten Interessen der Tabakindustrie".

Zur Umsetzung dieses Artikels gibt es Leitlinien, die rechtlich nicht bindend sind, jedoch einzelne Bestimmungen näher ausführen, Empfehlungen geben und konkrete Aktivitäten zur Umsetzung der Maßnahmen nennen. Diese Leitlinien sehen unter anderem vor, dass Maßnahmen zu ergreifen sind, mit denen die Interaktionen mit der Tabakindustrie transparent und öffentlich gemacht werden sollen.

Gespräche, die im Bundesministerium für Gesundheit mit der Tabakwirtschaft bzw. deren Verbänden in 2014 geführt wurden und künftig geplant sind, werden hier öffentlich gemacht:


27.3.2014

  • Teilnehmer: Telefongespräch Fachebene/Rechtsanwalt der Firma Philip Morris GmbH.
  • Anlass/Thema: Nachfrage zum Tabakschmuggelprotokoll wer betreut es/wann ist mit Ratifizierung zu rechnen.

 

25.7.2014

  • Teilnehmer: Telefongespräch Fachebene/British American Tobacco (BAT)
  • Anlass/Thema: Gespräch über die kommende Konferenz der Vertragsstaaten der Tabakrahmenkonvention (COP6)

 

25.9. 2014

  • Teilnehmer: Gespräch Fachebene/British American Tobacco (BAT)
  • Anlass/Thema: COP6 und Durchführungsrechtsakte zur TPD

 

24.11.2014

  • Teilnehmer: Gespräch Bundesdrogenbeauftragte/Philip Morris GmbH
  • Anlass/Thema: Vorstellung eines neuen E-Zigaretten-Produkts

 

15.12.2014

  • Teilnehmer: Gespräch Bundesdrogenbeauftragte/Bundesverband der deutschen und fränkischen Tabakpflanzer
  • Anlass/Thema: Situation des Tabakanbaus in Deutschland

 

 18.01.2015

  • Teilnehmer: Gespräch Fachebene/Fontem Ventures (Imperial Tobacco Group PLC)
  • Anlass/Thema: Regelung von E-Zigaretten in Deutschland

 

23.04.2015

  • Teilnehmer: Gespräch Bundesdrogenbeauftragte/Fontem Ventures (Imperial Tobacco Group PLC)
  • Anlass/Thema: E-Zigaretten

 

18.06.2015

  • Teilnehmer: Gespräch Bundesdrogenbeauftragte/Deutscher Zigarettenverband (DZV)
  • Anlass/Thema: Position des DZV zu Vorhaben in der Tabakpolitik sowie zum Drogen- und Suchtbericht 2015

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