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Glücksspielsucht

Glücksspiel ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Nach einer im Januar 2010 veröffentlichten Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 16- bis 65-Jährigen hat etwa die Hälfte der 16- bis 65-jährigen Deutschen in den vergangenen zwölf Monaten an ein oder mehreren Glücksspielen teilgenommen.

Manche Menschen können ihr Spielverhalten nicht kontrollieren, geraten dadurch in eine Abhängigkeit. Finanzielle Verluste, starke emotionale Belastungen, Konflikte in der Familie und Probleme am Arbeitsplatz sind die Folgen. Verschiedene Studien gehen von etwa 0,2 bis 0,6 Prozent betroffener Bundesbürger aus, dies sind bis zu 400.000 Glücksspieler in Deutschland.
Der Glücksspielsektor in Deutschland befindet sich aktuell in einem Umbruch. Gerichtsentscheidungen haben dazu beigetragen, dass die rechtlichen Grundlagen des Glücksspiels einer Generalrevision unterzogen werden müssen. Mögen dabei die unterschiedliche Vorstellungen der vielen Beteiligten in diesem Bereich teilweise stark umstritten sein, um eine Gewissheit kommt die Diskussion nicht herum: Der Spielerschutz und die Vorbeugung von Glücksspielsucht ist zentraler Punkt einer jeden Neuregelung.

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Die Entscheidungen des EuGH zum deutschen Glücksspielstaatsvertrag


Die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum Glücksspielstaatsvertrag aus dem September 2010 sind ein Sieg für Spielerschutz und Suchtprävention im Glücksspielbereich.
Der EuGH hat nicht das Monopol, das von vielen Experten als wirksamer Schutz zur Vorbeugung von Glücksspielsucht angesehen wird, abgeschafft – er hat vielmehr den Spielerschutz generell, das heißt für alle Bereiche des Glücksspiels gestärkt.

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Verbesserungen beim Spielerschutz notwendig


Aus der Sicht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung müssen bei der Novellierung der Spielverordnung der Spielerschutz und die Maßnahmen zur Suchtprävention merklich, qualitativ und quantitativ verbessert werden.

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Bundesmodellprojekt "Frühe Intervention beim Pathologischen Glücksspiel"


Das im Herbst 2007 begonnene und vom Bundesgesundheitsministerium geförderte, dreijährige Modellprojekt „Frühe Intervention beim Pathologischen Glücksspielen“ konnte Ende 2010 erfolgreich abgeschlossen werden. Hauptziele des Projektes waren die fachliche Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ambulanten Suchtberatungsstellen im Umgang mit Pathologischen Glücksspielerinnen und -spielern sowie deren Angehörigen, um in diesem Zusammenhang mehr Menschen mit pathologischem Glücksspielverhalten zu einem früheren Zeitpunkt der Sucht zu erreichen.

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Studie "Glücksspielverhalten in Deutschland 2007-2009" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung


Eine im Januar 2010 veröffentlichte Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 16- bis einschließlich 65-Jährigen beschreibt die Entwicklung des Glücksspielverhaltens von 2007 bis 2009 in Deutschland.

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