Meldungen 2015

Treffen der G7-Gesundheitsminister in Berlin

Am 8. und 9. Oktober 2015 trafen sich die Gesundheitsminister der sieben führenden Industriestaaten USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Deutschland – auf Einladung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin. Die Ergebnisse des G7-Treffens präsentierte Minister Gröhe am 12.10.2015 bei einer High-Level-Konferenz der Europäischen Kommission und der Luxemburgischen Ratspräsidentschaft zur EU-Krisenreaktionsfähigkeit.

Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe begrüßt seine US-amerikanische Amtskollegin Sylvia Burwell

Bild 1 von 10: Nachdem der Minister seine Amtskolleginnen und -kollegen in der Hauptstadt willkommen geheißen hatte,...

Quelle: BMG/Photothek

Foto: Die Bundesminister Hermann Gröhe und Christian Schmidt bei ihrem Statement

Bild 2 von 10: ...und die Bundesminister Hermann Gröhe und Christian Schmidt ein erstes Statement abgaben,...

Quelle: BMG/Schinkel

Foto: Die deutsche Delegation um Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Bild 3 von 10: ...ging es sofort an die Arbeit.

Quelle: BMG/Photothek

Foto: Die G7-Länderdelegationen im Konferenzsaal an einem Oval aus Tischen

Bild 4 von 10: Die Hauptpunkte auf der Agenda des Gesundheitsministertreffens: Antibiotika-Resistenzen sowie grenzüberschreitende Epidemien.

Quelle: BMG/Schinkel

Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Gespräch mit seiner liberianischen Amtskollegin Bernice T. Dahn

Bild 5 von 10: Bei der Konferenz suchte der Minister auch den Austausch mit seiner liberianischen Amtskollegin Bernice T. Dahn.

Quelle: BMG/Schinkel

Foto: WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan im Gespräch

Bild 6 von 10: Unverzichtbar in Sachen globale Gesundheitspolitik ist die WHO. Ihre Generaldirektorin Dr. Margaret Chan (Mitte) kam daher ebenfalls nach Berlin.

Quelle: BMG/Photothek

Gruppenfoto der Teilnehmenden

Bild 7 von 10: 1.R.v.l.n.r. (Gesundheitsminister/innen): Sylvia Burwell (USA), Marisol Touraine (Frankreich), Jeremy Hunt (Großbritannien), Hermann Gröhe, WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan, Beatrice Lorenzin (Italien), Yasuhisa Shiozaki (Japan) und Krista Outhwaite (Präsidentin der Public Health Agency of Canada von Kanada). 2.R.v.l.n.r.: Der Präsident der Canadian Institutes of Health Research Alain Beaudet, der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Vytenis Andriukaitis, die stellv. OIE-Generaldirektorin Dr. Monique Eloit, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der stellv. OECD-Generaldirektor Stefan Kapferer

Quelle: BMG/Photothek

Foto: Bilateraler Austausch mit Minister Gröhe und seiner französischen Amtskollegin Marisol Touraine

Bild 8 von 10: Vor Beginn des zweiten Tages gab es einen Bilateralen Austausch mit Minister Gröhe und seiner französischen Amtskollegin Marisol Touraine.

Quelle: BMG/Köhler

Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan in einem Innenhof

Bild 9 von 10: Gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan ging es ...

Quelle: BMG/Pump

Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan bei der Bundespressekonferenz

Bild 10 von 10: ... zur Bundespressekonferenz.

Quelle: BMG/Pump

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Weltweit über 700.000 Todesfälle pro Jahr infolge von Antibiotika-Resistenzen und die verheerende westafrikanischen Ebola-Epidemie des letzten Jahres erfordern ein gemeinsames Vorgehen. Daher gab es beim G7-Gesundheitsministertreffen in Berlin einen intensiven Austausch und konkrete Zusagen. Es wurde eine Erklärung zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen verabschiedet und vereinbart, bei der Bekämpfung globaler Gesundheitskrisen enger zusammenzuarbeiten.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Wir müssen Gesundheit mehr denn je global denken – denn Krankheiten machen nicht an Staatsgrenzen halt. Nur mit gemeinsamen internationalen Anstrengungen werden wir die Menschen auch in Deutschland wirksam vor multiresistenten Keimen und grenzüberschreitenden Epidemien schützen können. Deshalb ist es gut, dass wir im Kreise der G7-Gesundheitsminister jetzt unsere Kräfte bündeln, um im Kampf gegen globale Gesundheitsgefahren voranzugehen. Das ist ein starkes Zeichen für eine globale Gesundheitspolitik."

Gröhe und seine sechs Amtskollegen untermauerten diesen Anspruch mit der "Berliner Erklärung zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen" (Berlin Declaration on Antimicrobial Resistance – Global Union for Antibiotics Research and Development (GUARD)). Demnach soll die Verabreichung von Antibiotika nur zu therapeutischen Zwecken und nach individueller Diagnostik erfolgen. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Verschreibungspflicht in der Human- und Veterinärmedizin. Um den Anspruch eines sachgerechten Antibiotika-Einsatzes weltweit durchzusetzen, wollen die G7 andere Länder, mit schwächer aufgestellten Gesundheitswesen, unterstützen. Darüber hinaus soll die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika, alternativer Therapiemethoden und Schnelldiagnostika angekurbelt und ein globales Netzwerk aus Antibiotika-Experten aufgebaut werden. Zudem wird der Austausch über Produktentwicklungspartnerschaften und wirtschaftliche Anreize verstärkt. Ebenso sollen Antibiotika schneller auf den Markt kommen, indem Zulassungsverfahren und -bedingungen harmonisiert werden.

Am zweiten Tag des Treffens stand die Ebola-Epidemie in Westafrika 2014 im Fokus. Damit Länder auf derartige Krisen effektiv und schnell reagieren können, brauchen sie widerstandsfähige Gesundheitswesen. Bei deren Aufbau werden die Internationale Gemeinschaft und die G7 ärmere Staaten unterstützen. Das Bundesgesundheitsministerium wird beim Aufbau starker Gesundheitsstrukturen Hilfestellung leisten. Dazu gehört ein Programm zur Ausbildung von Personal zum Management von Gesundheitskrisen. Zudem wird ein schnell einsetzbares Team aus Epidemiologen und Laborexperten des Robert Koch-Instituts (RKI) und Bernhard-Nocht-Instituts (BNITM) aufgebaut, das schon bei ersten Anzeichen eines Krankheitsausbruchs vor Ort unterstützt. Das Programm wird 2016 mit 4 Millionen Euro starten und ist zunächst für 5 Jahre geplant.

WHO-Reform

Im Beisein von WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan diskutierten die G7-Ministerinnen und -Minister zudem die Rolle der Weltgesundheitsorganisation. Dabei zeigten sie sich einig, dass insbesondere deren Krisenreaktionsfähigkeit zu stärken ist – so etwa durch einen Notfallfonds für globale Gesundheitskrisen und eine globale Einsatztruppe für gesundheitliche Notlagen.

Die Gruppe der Sieben (G7) ist ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industrienationen: USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Deutschland. Deutschland hat für das Jahr 2015 den Vorsitz inne. In ihrem Bestreben, konstruktive Lösungen für Schlüsselfragen der Weltpolitik zu entwickeln, messen die Mitglieder dem Gesundheitsbereich große Bedeutung bei. Schließlich ist die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger ein Wert an sich und zugleich starker Motor für sozioökonomische Stabilität und Wachstum. Für Deutschland bildet das Thema Gesundheit einen Schwerpunkt seiner diesjährigen G7-Präsidentschaft und hatte bereits beim Gipfel im bayrischen Elmau eine tragende Rolle gespielt.

 

 

 

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