Pressemitteilung

Bundesgesundheitsminister Bahr eröffnet Krebskongress

Berlin, 22. Februar 2012

Heute eröffnete Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr gemeinsam mit dem Kongresspräsidenten, Prof. Peter Albers, den 30. Deutschen Krebskongress. Die Veranstaltung der Deutschen Krebsgesellschaft ist der größte deutschsprachige Fachkongress in der Onkologie. Der diesjährige Kongress steht unter dem Motto „Krebsbekämpfung im Spannungsfeld zwischen Forschung und Versorgung“.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sagte bei der Eröffnung: „Mit der Volkskrankheit Krebs leben derzeit in Deutschland etwa 1,4 Mio. Menschen, 215.000 sterben jährlich daran. Und weil die Bevölkerung in Deutschland immer älter wird, wird die Zahl der Krebserkrankungen zunehmen. Ich will die Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem so gestalten, dass ausgehend von dem hohen Versorgungsniveau Krebserkrankungen möglichst vermieden, früh erkannt und nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden. Wir wollen die bestehenden Früherkennungsangebote für Gebärmutterhals- und Darmkrebs weiter entwickeln. Mit einem persönlichen Einladungssystem und verbesserten Informationen können wir mehr Menschen erreichen. Alle sollen die faire Chance erhalten, sich selbständig zu entscheiden, ob sie an der Krebsfrüherkennung teilnehmen wollen oder nicht.

Ein gesundheitspolitischer Schwerpunkt beim diesjährigen Deutschen Krebskongress ist der Nationale Krebsplan, den das Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren ins Leben gerufen hat, um die Krebsbekämpfung in Deutschland gemeinsam voranzubringen.

Ein Ziel des Nationalen Krebsplans liegt in der Weiterentwicklung der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und Darmkrebs. Eine bessere Information der Versicherten, regelmäßige persönliche Einladungsschreiben und eine verbesserte Erfolgskontrolle sollen die Früherkennung stärken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und deren Qualität. Priorität bei den beschlossenen Maßnahmen hat der flächendeckende Ausbau von klinischen Krebsregistern. Um die in der Krebsversorgung tätigen Leistungserbringer, wie z.B. Ärztinnen und Ärzte, stärker von bürokratischen Pflichten zu entlasten, soll en der Dokumentationsaufwand reduziert und die Anforderungen soweit wie möglich vereinheitlicht werden. Darüber hinaus soll für eine bedarfsgerechte psychoonkologische Behandlung und psychosoziale Unterstützung krebskranker Menschen und ihrer Angehörigen Sorge getragen werden.

Der Nationale Krebsplan ist ein im Juni 2008 initiiertes Koordinierungs- und Kooperationsprogramm zur Krebsbekämpfung, an dem sich über 20 Organisationen und weit über 100 Fachexpertinnen und -experten im Gesundheitswesen beteiligen. Gemeinsam wurden zu vier Handlungsfeldern und 13 Zielen über 100 Umsetzungsempfehlungen und Maßnahmen erarbeitet. Die Empfehlungen und zugrunde liegenden Papiere sowie weitere Informationen rund um den Nationalen Krebsplan finden Sie hier.

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