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Infektionskrankheiten

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Infektionskrankheiten werden hauptsächlich durch Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten verursacht. Eine menschliche Ansteckung kann über direkten (z.B. durch Anhusten) oder indirekten Kontakt (z.B. über Händeschütteln oder den Genuss von Nahrungsmitteln) erfolgen. Die Dauer und Schwere einer Infektionskrankheit hängt unter anderem von der Art der Infektion, den Eigenschaften des Krankheitserregers sowie von der körperlichen Verfassung und der Immunantwort der betreffenden Person ab. Eine Infektion muss nicht immer zu einer Erkrankung führen. Menschen ohne Symptome können Erreger aber durchaus weiterreichen und somit andere Menschen infizieren.

Weltweit sind Infektionskrankheiten eine der häufigsten Todesursachen. Dabei entfallen die meisten Todesfälle auf Lungenentzündungen, Durchfallerkrankungen. AIDS, Tuberkulose und Malaria. Laut Statistischem Bundesamt sind in Deutschland im Jahr 2010 rund 529.000 Personen stationär wegen Infektionskrankheiten behandelt worden und über 15.000 Personen sind an den Folgen einer Infektion gestorben.

Die Behandlung von Infektionskrankheiten wird durch den Anstieg an Erregern, die gegen Arzneimittel (Antibiotika, Virostatika) resistent sind zunehmend erschwert. Hauptursachen der zunehmenden Resistenzentwicklung sind der unsachgerechte Einsatz von Antibiotika und die inkonsequente Anwendung von notwendigen Hygienemaßnahmen zur Prävention von Infektionen. Die Bundesregierung hat 2008 mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) einen Maßnahmenkatalog mit dem Ziel der Eindämmung von Antibiotikaresistenzen verabschiedet.

Hygienemaßnahmen und Impfungen gehören zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten. Ziel einer Impfung ist es, die geimpfte Person vor einer Infektion zu schützen. Wenn in einer Bevölkerung viele gegen eine Infektion geimpft sind, ist es darüber hinaus auch möglich, einzelne Krankheitserreger regional zu eliminieren und schließlich weltweit auszurotten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -verhütung (Prävention) und stellt auf seinen Internetseiten eine Fülle von Informationen zu Infektionskrankheiten zur Verfügung.

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