Organspende

Was spricht für eine Organspende?

Warum soll ich mich überhaupt mit dem Thema befassen?

Organ- und Gewebespende ist gelebte Solidarität. Auch wenn die Auseinandersetzung mit Themen wie Krankheit und Tod für manchen Überwindung kostet, ist die Frage, ob man Organe spenden möchte, wichtig. Für viele Menschen, die auf eine Organspende warten, entscheidet diese über Leben oder Tod. Und auch Sie selbst könnten durch einen Unfall oder eine Krankheit jederzeit in die Situation geraten auf eine Organ- oder Gewebespende angewiesen zu sein. Daher ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen mit diesem Thema befassen.

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Wie groß ist der Bedarf in Deutschland?

Lebensbedrohliche Krankheiten oder der Verlust wichtiger Organfunktionen machen häufig eine Organtransplantation notwendig. Auf den Wartelisten der europäischen Verteilungsorganisation Eurotransplant stehen derzeit etwa 12.000 Patientinnen und Patienten aus Deutschland. Diese sind davon abhängig, dass jemand gefunden wird, dessen Organ ihnen übertragen werden kann. Zurzeit können Niere, Herz, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm nach dem Tod gespendet werden.

Von den Menschen in Deutschland, die auf ein fremdes Organ warten, sterben durchschnittlich 21 Menschen pro Woche. Nach wie vor werden in Deutschland nicht genügend Organe gespendet, um allen Wartelistepatienten helfen zu können. Dabei kann ein einzelner Organspender bis zu sieben schwerkranken Menschen helfen.

In Deutschland kommen auf eine Million Einwohner 14,9 Spender. International liegt Deutschland damit im unteren Drittel. Nicht berücksichtigt sind dabei Organe, die lebend gespendet werden, also Nieren und Teillebern.

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Wird eine Organspende bezahlt?

Nein. In Deutschland ist der Handel mit Organen verboten.

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Wer entscheidet über die Frage der Organspende, wenn ich keinen Ausweis habe?

Dann entscheiden die nächsten Angehörigen. Diese sollen im Sinne des beziehungsweise der Verstorbenen versuchen zu handeln. Es kann also ein weiteres Argument für einen Organspendeausweis sein, dass man seine Angehörigen in einer solchen ohnehin schon schweren Situation nicht mit einer derartigen Entscheidung belasten will.

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