2012-04

Daniel Bahr: Wir wollen mehr Menschen für den Pflegeberuf gewinnen

23. November 2012

Gestern wurde eine Einigung zwischen Bund, Bundesagentur für Arbeit und Ländern erzielt, die auch die Finanzierung des drittem Umschulungsjahres in der Altenpflege durch die Bundesagentur wieder ermöglicht. Die Neuregelung ist Teil der „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“. Die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege ist von dem für die Altenpflegeausbildung zuständigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unter Beteiligung der Bundesministerien für Arbeit und Soziales (BMAS), für Gesundheit (BMG) und für Bildung und Forschung (BMBF) im vergangenen Jahr initiiert worden.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr begrüßte die Einigung: „Die Finanzierung des dritten Umschulungsjahres ist eine wichtige Voraussetzung, um mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen. In absehbarer Zeit werden in Deutschland mehr pflegebedürftige Menschen leben. Wir wollen, dass diese Menschen eine qualitativ hochwertige und gute Pflege erhalten. Da können wir uns nicht leisten, dass diejenigen, die in den Pflegeberuf wechseln wollen, an der Finanzierung scheitern. Das Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Reihe von gesetzlichen Regelungen und Projekten umgesetzt und angestoßen, um für den Pflegeberuf zu werben. Es ist wichtig, die Ausbildung weiter zu entwickeln und zu ermitteln, wie Pflegekräfte im Beruf gehalten werden können.“

Die im Rahmen des Pflege-Neuausrichtung-Gesetzes (PNG) beschlossenen Leistungsverbesserungen werden auch zur Entlastung der Pflegekräfte in den Diensten und Einrichtungen führen und so dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen in der Pflege weiter zu verbessern.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat darüber hinaus im Rahmen der Pflegereform bereits einige Maßnahmen aus dem Vereinbarungstext der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive umgesetzt. So insbesondere Änderungen in den Statistikvorschriften mit dem Ziel einer besseren statistischen Erfassung der Pflegeausbildung und - mit Blick auf die finanzielle Attraktivität der Arbeit in der Altenpflege bedeutsam - gesetzliche Klarstellungen, die eine leistungsgerechte und angemessene Entlohnung der Beschäftigten stärken.

Außerdem hat das BMG unlängst das Projekt "Herausforderung Pflege – Modelle und Strategien zur Stärkung des Berufsfeldes Altenpflege" vergeben. Im Rahmen des Projekts sollen wegweisende Modelle und Strategien zur Stärkung des Berufsfeldes Altenpflege systematisch erfasst und analysiert werden. Darauf basierend sind Vorschläge zu entwickeln, wie dem Mangel an und dem zunehmenden Bedarf von qualifiziertem Personal in der Pflege begegnet werden kann. Ziel ist u.a. die Erarbeitung von Best-Practice-Ansätzen zur Rekrutierung, Qualifizierung und Förderung des Berufsverbleibs von Pflegekräften.

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