2014-03

Der 'Zeiträuber Pflegedokumentation' muss gebändigt werden

Berlin, 10. Juli 2014

Zur 5. Sitzung des Lenkungsgremiums der Projektes "Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation" am 9. Juli 2014 erklärt Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung:

"Falsch ist, wenn Pflegekräfte wie in vielen Einrichtungen bisher fast jede Tätigkeit dokumentieren, zumal wenn sie Routine ist. Dann wird Dokumentation überflüssig, als Zeiträuber empfunden. Richtig ist, wenn z. B. in der Grundpflege nur noch Ereignisse bzw. Leistungen dokumentiert werden, die von der Pflegeplanung abweichen. Also nicht aufschreiben, dass z.B. genügend zu Trinken gereicht wurde, sondern eintragen, wenn jemand nicht getrunken hat. Dann macht Dokumentation wieder Sinn und wird von den Pflegekräften auch so empfunden.

Dem Ziel, dies flächendeckend zu erreichen, sind wir ein großes Stück näher gekommen. Ich begrüße den Beschluss der Vertragsparteien in der Pflege, dass die gemeinsam erarbeitete, reduzierte Form der Pflegedokumentation den bestehenden Gesetzen, Verträgen und Qualitätsprüfungsinhalten entspricht. Das ist ein erstes notwendiges und erwartetes Signal für die Pflegekräfte und Einrichtungen.

Ich werde zusammen mit dem Bundesgesundheitsministerium der Implementierung der reduzierten Dokumentation den politischen Rückhalt geben, die Projektsteuerung für den weiteren Umsetzungsprozess finanzieren und bei allen wesentlichen Beteiligten für die Einführung werben.

Deshalb freue ich mich auch sehr, dass alle anwesenden Mitglieder des Lenkungsgremiums des Projektes "Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation", welches bisher vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wurde, ihr Engagement bestätigt haben. Die Verbände der Leistungserbringer haben sich bereit erklärt, die für die Einführung notwendig werdenden Schulungen in ihren jeweiligen Einrichtungen zu organisieren. Ich werbe auch bei den Ländern und zähle auf sie, der Empfehlung des Lenkungsgremiums nachzukommen und in jedem Land ein Gremium einrichten, das in enger Abstimmung mit der Bundesebene die Umsetzung begleitet, um eine möglichst einheitliche Vorgehensweise zu erreichen.

Denn nur wenn alle Akteure den Worten Taten folgen lassen, wird es ein Erfolgsprojekt. Dafür werde ich ab heute in den Regionen werben."

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