Leistungen

Krankengeld

Bei Arbeitsunfähigkeit erhalten Sie vom Arbeitgeber in der Regel sechs Wochen Lohn oder Gehalt weiter. Anschließend zahlt Ihnen die Krankenkasse 70 Prozent des regelmäßig erzielten Bruttoarbeitsentgelts bis zur Beitragsbemessungsgrenze, jedoch nicht mehr als 90 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgeltes. Das Krankengeld ist einschließlich Lohn- oder Gehaltsfortzahlung auf 78 Wochen innerhalb von drei Jahren beschränkt.

Wer einem nahestehenden Menschen zu Lebzeiten ein Organ oder Gewebe spendet, erhält mit dem am 1. August 2012 in Kraft getretenen Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes eine umfassende Absicherung. So sehen die neuen Regelungen einen umfassenden Krankengeldanspruch des Lebendspenders gegenüber der gesetzliche Krankenkasse des Organempfängers vor, sollte ersterer durch eine im Rahmen des Transplantationsgesetzes erfolgte Spende arbeitsunfähig werden. Dieser Anspruch ist auch gegeben, wenn der Organempfänger privat versichert ist. Mit dem am 23. Juli 2015 in seinen wesentlichen Teilen in Kraft getretenen GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) wurde klargestellt, dass diese Absicherung auch für Spender von Blut zur Separation von Blutstammzellen oder anderen Blutbestandteilen gilt.

Krankengeld bei Kindern

Sie bekommen für jedes gesetzlich versicherte Kind bis zu zehn Arbeitstage Krankengeld im Jahr, wenn Ihr Kind unter zwölf Jahren alt ist, nach ärztlichem Attest von Ihnen beaufsichtigt, betreut oder gepflegt werden muss und Sie daher nicht Ihrer Arbeit nachgehen können und keine andere im Haushalt lebende Person die Betreuung oder Pflege übernehmen kann. Insgesamt ist der Anspruch auf 25 Arbeitstage begrenzt.

Bei behinderten und auf Hilfe angewiesenen Kindern, die gesetzlich versichert sind, besteht ohne Altersbegrenzung der Anspruch der versicherten Eltern auf Krankengeld. Eltern schwerstkranker Kinder, die eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten haben, haben einen zeitlich unbegrenzten Anspruch auf Kinderpflegekrankengeld.

Im Zuge des zum 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf wurde u. a. die Berechnung des Kinderkrankengeldes transparenter, gerechter und unbürokratischer gestaltet. Als Berechnungsgrundlage wird seitdem nicht mehr das vor der Freistellung von der Arbeit erzielte Arbeitsentgelt, sondern das während der Freistellung ausgefallene Arbeitsentgelt herangezogen. Sie erhalten nun ein Kinderkrankengeld, das der Entgeltersatzfunktion besser gerecht wird und nicht mehr - wie bisher - vielfach wesentlich unter oder über dem Verdienstausfall liegt. 

Der Krankengeldtarif – mehr Sicherheit für Selbständige

Seit dem 1. Januar 2009 müssen die Krankenkassen hauptberuflich selbständig Erwerbstätigen als auch unständig und kurzzeitig Beschäftigten einen Tarif mit Krankengeldanspruch anbieten. Für diesen Wahltarif mit Krankengeldanspruch wird ein Prämienzuschlag verlangt, der von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich sein kann.

Seit dem 1. August 2009 können Selbstständige sowie unständig und kurzeitig Beschäftigte zwischen einem Wahltarif und einer Absicherung des Entgeltausfallrisikos ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit über den "gesetzlichen" Krankengeldanspruch gegen Zahlung des allgemeinen Beitragssatzes wählen.

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