Versicherte

Freiwillig Versicherte

Personen, die aus der Versicherungspflicht ausscheiden oder deren Familienversicherung endet, werden grundsätzlich als freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung weiterversichert.

Hierzu zählen z. B. Personen, deren regelmäßiges Jahres-Bruttoarbeitsentgelt im Falle einer Entgelterhöhung die sog. Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) übersteigt. Sie fallen als Arbeitnehmer dann mit Ablauf des Kalenderjahres nicht mehr unter die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), das heißt, sie werden versicherungsfrei, wenn ihr regelmäßiges Jahres-Bruttoarbeitsentgelt die maßgebliche Versicherungspflichtgrenze des laufenden und des folgenden Kalenderjahres überschreitet.

Es besteht die Möglichkeit des Austritts, wenn er innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse über die Austrittmöglichkeit erklärt wird und ein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall nachgewiesen wird.

Freiwillig versichern können sich außerdem:

  • Personen, die erstmals eine Beschäftigung im Inland aufnehmen und wegen Überschreitens der Versicherungspflichtgrenze versicherungsfrei sind,
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die innerhalb von zwei Monaten nach Rückkehr aus dem Ausland wieder eine Beschäftigung aufnehmen, die nicht zur Versicherungspflicht führt, sofern zuvor ihre Mitgliedschaft in der GKV durch Beschäftigung im Ausland beendet worden war,
  • schwerbehinderte Menschen, wenn sie, ein Elternteil oder ihr Ehegatte beziehungsweise eingetragener Lebenspartner in den letzten fünf Jahren vor dem Beitritt mindestens drei Jahre gesetzlich krankenversichert waren; die Satzung der Krankenkasse kann das Recht zum Beitritt von einer Altersgrenze abhängig machen.

Wechsel in die private Krankenversicherung

Freiwillig Versicherte können in die private Krankenversicherung wechseln, wenn sie ihre bestehende Mitgliedschaft wirksam kündigen. Hierzu ist die gesetzliche Kündigungsfrist zu beachten und es muss das Bestehen einer anderweitigen Absicherung im Krankheitsfall nachgewiesen werden.

Beispiel:

Eine Arbeitnehmerin beziehungsweise ein Arbeitnehmer erzielt im Jahr 2015 ein Jahresarbeitsentgelt oberhalb der Versicherungspflichtgrenze. Die Person wird ab dem 1. Januar 2016 versicherungsfrei, wenn ihr Jahresarbeitsentgelt auch im Jahr 2016 diese Grenze überschreiten wird. Sie kann in die private Krankenversicherung wechseln.

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