Pflege

Entbürokratisierung in der Pflege

"Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation in der ambulanten und stationären Langzeitpflege"

Qualifiziertes und motiviertes Personal sind eine der wichtigsten Grundlagen für gute Pflege. Durch Bürokratie geht Motivation verloren, und die damit verbrachte Zeit fehlt für die eigentliche Pflegetätigkeit. Durch das Vermeiden überflüssiger Dokumentationspflichten und Bürokratie können die Motivation und ein zielgerichtetes Handeln der Fachkräfte erheblich gestärkt werden.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert daher die Entwicklung einer schlanken Pflegedokumentation. Das im Auftrag des  BMG bis 2014 entwickelte und erprobte "Strukturmodell" macht es möglich, die Pflegedokumentation in der Praxis erheblich effektiver und effizienter zu gestalten, ohne fachliche Standards zu vernachlässigen, die Qualität zu gefährden oder haftungsrechtliche Risiken zu erzeugen. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, unterstützt mit dem Projekt Ein-STEP (Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation) aktiv die bundesweite Einführung in den ambulanten und stationären Einrichtungen. Das Projekt Ein-STEP startete im Januar 2015 und wird bis Ende Oktober 2017 fortgeführt. Es wird in enger Abstimmung mit den Trägerverbänden der Pflege durchgeführt und umfasst die Unterstützung durch Schulungen, Informationsmaterial und Koordinierung. Die Trägerverbände der Pflegeeinrichtungen sind zuständig für die Schulung und Beratung teilnehmender Einrichtungen. Im Lenkungsgremium des Projekts sind neben den Einrichtungsträgern außerdem alle Kostenträger, Berufsverbände, kommunale Spitzenverbände sowie die Prüfdienste und die Länder vertreten. Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung sowie die Heimaufsichten unterstützen das Projekt in vollem Umfang. Zum 1.1.2016 wurde zudem gesetzlich sichergestellt, dass anhand des neuen Dokumentationsmodells mögliche erreichte Zeiteinsparungen nicht zu Einsparungen bei den Kostenträgern führen dürfen, sondern tatsächlich bei den Pflegekräften und damit bei den pflegebedürftigen Menschen ankommen.

Das neue Dokumentationskonzept findet großen Anklang in den Einrichtungen. Bislang haben sich bereits mehr als 9.200 stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen für  eine Umstellung auf das neue Modell entschieden. Damit beteiligen sich bundesweit bereits mehr als 35 % der 12.300 Pflegedienste und etwa 39 % der 12.400 Pflegeheime am Projekt (Stand April 2016).

Sämtliche Informationen zum Projekt sowie die Möglichkeit zur Registrierung als teilnehmende Einrichtung sind unter www.ein-step.de verfügbar.

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