Pflege-Berater

Pflegefall! Was nun? – Information und Beratung durch die Pflegeversicherung

Information und Auskunft

Wenn Sie in der Pflegeversicherung versichert sind, haben Sie, falls gewünscht auch mit Ihren Angehörigen und Lebenspartnern, gegenüber Ihrer Pflegekasse Anspruch auf Auskunft und Information über die Leistungen der Pflegeversicherung und anderer Träger. Die Landesverbände der Pflegekassen veröffentlichen im Internet Übersichten über Leistungen, Kosten und Qualität von Pflegeeinrichtungen. Dort können Sie nach Pflegeeinrichtungen in Ihrer Region suchen. Wenn Sie einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen, erhalten Sie auf Wunsch von Ihrer Pflegekasse auch einen Ausdruck dieser Liste.

Veröffentlichungsplattformen der Pflegekassen

Privat Versicherte können sich an das Unternehmen "COMPASS Private Pflegeberatung" wenden:

Rechtsgrundlage

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Pflegeberatung (§ 7a SGB XI)

Wenn Sie Leistungen der Pflegeversicherung beantragt haben oder bereits erhalten, haben Sie gegenüber Ihrer Pflegeversicherung einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung durch speziell dafür geschulte Pflegeberaterinnen und -berater. Diese sind in aller Regel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekassen, die über umfassendes Wissen verfügen, insbesondere im Sozial- sowie Sozialversicherungsrecht.

Sie können die Pflegeberatung entweder bei Ihrer Pflegeversicherung oder einem Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe in Anspruch nehmen. Ihre Pflegekasse erteilt Auskunft über den nächstgelegenen Pflegestützpunkt. Informationen zum Thema Pflege liefern auch die Service- und Beratungsstellen der Bundesländer.

Die Pflegeberaterin/der Pflegeberater

  • ermittelt auf Ihren Wunsch Ihren individuellen Hilfebedarf,
  • berät auf Ihren Wunsch bei der Auswahl und Zusammenstellung von Leistungen,
  • erstellt auf Ihren Wunsch einen individuellen Versorgungsplan mit für Sie erforderlichen Hilfen und unterstützt Sie bei der Umsetzung dieses Versorgungsplans.

Sobald ein erstmaliger Antrag auf Leistungen bei der Pflegekasse eingeht, muss diese dem Antragsteller entweder

  • unter Angabe einer Kontaktperson einen Beratungstermin innerhalb von zwei Wochen nach Eingang des Antrages anbieten oder
  • einen Beratungsgutschein ausstellen, in dem unabhängige und neutrale Beratungsstellen benannt sind.

Ein Beratungsgutschein kann innerhalb einer Frist von zwei Wochen bei einer Beratungsstelle eingelöst werden. Die Kosten der Beratung werden von der Pflegekasse übernommen.

Pflegeberaterinnen und -berater führen die Beratung auch auf Wunsch zu Hause durch. Sie nehmen sich der Sorgen und Fragen der Hilfe- und Pflegebedürftigen sowie von deren Angehörigen an, beraten umfassend über das vorhandene Leistungsangebot und begleiten in der jeweiligen Pflegesituation. Die Pflegeberatung kann auch – wenn gewünscht – zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Ziel der Pflegeberatung ist es, durch das Zusammenwirken aller Beteiligten für eine optimale Pflege zu sorgen. Je besser die ambulante Versorgung, desto größer die Chance, dass die vollstationäre Versorgung vermieden werden kann.

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