Früherkennung & Vorsorge

Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen

Allgemeines/Demografie

Gesundheit im Alter ist für jede Einzelne und jeden Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft von großer Bedeutung. Obwohl im Alter gesundheitliche Probleme und Beschwerden zunehmen, ist das Alter nicht gleichbedeutend mit Krankheit, Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit. Individueller Lebensstil und persönliche Ressourcen, die soziale Integration und die medizinische Betreuung beeinflussen den Gesundheitszustand, die Lebensqualität und das Wohlbefinden.

Zwei Trends werden die Bevölkerung Deutschlands verändern: Erstens: In Deutschland hat die Lebenserwartung der Menschen erfreulicherweise stetig zugenommen, allein in den letzten 30 Jahren um 7 Jahre. Aktuell liegt sie bei 83 Jahren für neugeborene Mädchen und bei 78 Jahren für neugeboren Jungen. Zweitens ist die Geburtenrate seit Mitte der 1960er Jahre steil abgefallen. Beide Entwicklungen zusammen führen zu einer geänderten Bevölkerungsstruktur.  In Deutschland ist heute etwa jeder fünfte Einwohner älter als 65 Jahre, 2030 wird der Anteil der über 65-Jährigen über einem Viertel liegen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

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Krankheiten/Pflegebedürftigkeit/Prävention

Bei den körperlichen Erkrankungen stehen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Stoffwechsels (insbesondere Diabetes mellitus Typ 2), des Muskel- und Skelettsystems, der Lungen und Atemwege sowie bösartige Neubildungen (Krebs) im Vordergrund. Bei den psychischen Erkrankungen sind vor allem Depressionen bedeutsam.

Chronische Erkrankungen und das gleichzeitige Auftreten mehrerer Krankheiten (Multimorbidität) werden mit zunehmendem Lebensalter wahrscheinlicher und erfordern eine dauerhafte und oftmals kostenintensive Behandlung. Darüber hinaus besteht für ältere multimorbide Menschen ein hohes Risiko, pflegebedürftig oder zumindest in Teilen von der Unterstützung anderer abhängig zu werden. So waren von den über 80-Jährigen im Jahr 2012 rund 29 % pflegebedürftig.

Viele im Alter vorherrschende chronische Erkrankungen wie beispielsweise eine koronare Herzkrankheit oder ein Typ-2-Diabetes (der früher sogenannte Altersdiabetes) können durch einen gesundheitsförderlichen Lebensstil vermieden oder zumindest in ihrem weiteren Verlauf positiv beeinflusst werden. Das heißt ganz konkret durch:

  • ausreichende körperliche Aktivität
  • ausgewogene Ernährung und Vermeidung einer weiteren Gewichtszunahme bei bestehendem Übergewicht
  • Nichtrauchen sowie
  • zurückhaltenden Alkoholkonsum

Nähere Informationen dazu finden Sie beispielsweise unter:

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WHO

Auch auf internationaler und europäischer Ebene steht gesundes und aktives Altern im Kontext des demografischen Wandels auf der Agenda.

In fast allen Ländern der Welt wächst der Anteil älterer Menschen. Bis 2050 werden rund 2000 Millionen Menschen weltweit über 60 Jahre sein, davon 400 Millionen über 80. Achtzig Prozent dieser über 60-jährigen wiederum werden in Ländern, die jetzt zu den Ländern mit mittlerem oder niedrigem Einkommen gehören, leben. Dieser demografische Wandel wird viele soziale Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Gesundheitsversorgung, der Pflege und der sozialen Dienste mit sich bringen, kann aber auch sehr viele Vorteile für die Gesellschaft bedeuten.

Gesundheitssysteme müssen daher so konzipiert und gestärkt werden, dass sie der Bevölkerung über die gesamte Lebensspanne ein Kontinuum an Versorgung bieten: Prävention und Früherkennung, rechtzeitige Diagnose, Behandlung, Rehabilitation, Pflege sowie Palliativversorgung. Insbesondere werden neue Modelle in der Pflege benötigt werden.

Ziel ist es, dass Menschen über den gesamten Lebensverlauf hinweg ihr Potential für physisches, soziales und seelisches Wohlbefinden verwirklichen und an der Gesellschaft entsprechend ihrer Bedürfnisse, Wünsche und Leistungsvoraussetzungen teilnehmen können, während sie im Falle von Hilfsbedürftigkeit angemessenen Schutz, Sicherheit und Pflege erhalten.
Eine besondere Rolle kommt der Fachkräftesicherung zu, aber auch neuen gesellschaftlichen Modellen und Innovationen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt weltweit Länder bei der Anpassung ihrer Systeme an den demografischen Wandel. Ein erster globaler Bericht zu Altern und Gesundheit, der Wissen und Evidenz erstmals zusammentragen wird, wird 2015 erscheinen.

Bereits im Jahr 2002 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Konzept des "Active Ageing" vorgelegt, welches eine ganzheitliche Sicht auf das Altern vertritt. Laut WHO ist 'Aktives Altern' ein Prozess, der die Möglichkeiten zur Erhaltung der Gesundheit, zur sozialen Teilhabe und zur Sicherheit optimieren soll. Ziel ist es, die Lebensqualität älterer Menschen zu fördern. Aktives Altern bedeutet also, neben der Gesundheit auch weitere Faktoren wie beispielsweise das soziale Leben zu berücksichtigen.

Im September 2012 hat die Europäische Region der WHO das Papier "Strategie und Aktionsplan für gesundes Altern in der Europäischen Region (2012 – 2020)" veröffentlicht. In vier strategischen Handlungsfeldern werden Maßnahmen aufgezeigt und fünf vorrangige Interventionen empfohlen.

Publikationen der WHO zu diesem Thema finden Sie hier.

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IN FORM

Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" wurden in den Ländern Zentren für Bewegungsförderung als Anlaufstelle zur Koordinierung und Kooperation bestehender Institutionen und Akteure eingerichtet und von 2008 bis 2011 finanziell durch das BMG gefördert. Ziel der Zentren ist es, Alltagsbewegung zu einem selbstverständlichen Teil des Lebens der Bevölkerung und insbesondere älterer Menschen zu machen. Sie haben einen großen Beitrag zu einem nachhaltigen Aufbau von Strukturen vor Ort und zur Entwicklung bewährter Maßnahmen der Bewegungsförderung in den Lebenswelten älterer Menschen geliefert. Die Ergebnisse und Erfahrungen der Zentren wurden in einer gemeinsamen Publikation "Mehr Bewegung im Alltag - Aktives Leben im Alter fördern" zusammengestellt. Die Publikation können Sie hier herunterladen.

Mit der aktuellen zeitlich befristeten Schwerpunktsetzung "IN FORM im Alter" werden die vielfältigen Aktivitäten von IN FORM für diese Zielgruppe in den Fokus gerückt werden. Das IN FORM Portal www.in-form.de wurde um eine spezielle Rubrik zum Thema "Ernährung und Bewegung für Ältere" erweitert, die sowohl für Multiplikatoren als auch die Zielgruppe der älteren Menschen gedacht ist. Hier werden ausgewählte Informationsmaterialien verschiedener Akteure und interessante Projekte dargestellt. Interessante Veranstaltungshinweise, Links zu Partnern und Organisationen aus der Seniorenarbeit sowie Antworten auf wissenswerte Fragen rund um das Thema runden das Angebot ab.

Im Rahmen der Schwerpunktsetzung ist auch die Broschüre "66 Tipps für ein genussvolles und aktives Leben mit 66+" erschienen. Sie gibt praktische und alltagstaugliche Tipps zu den Themen Bewegung und Ernährung und will Seniorinnen und Senioren motivieren, in kleinen Schritten etwas für die Gesundheit und Lebensqualität zu tun.

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Nationales Gesundheitsziel "Gesund älter werden"

Das siebte nationale Gesundheitsziel "Gesund älter werden" wurde von Expertinnen und Experten der im Kooperationsverbund gesundheitsziele.de zusammengeschlossenen Institutionen erarbeitet und am 29. März 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt. In drei Handlungsfeldern wurden insgesamt dreizehn Ziele formuliert und dazu Teilziele und Maßnahmenvorschläge festgelegt.

Mit dem nationalen Gesundheitsziel "Gesund älter werden" ist ein komplexer, umfassender Zielekatalog entstanden, welcher ein breites Spektrum der gesundheitlichen Herausforderungen dieser sehr heterogenen Altersgruppe abdeckt.

Die Publikation kann hier heruntergeladen oder kostenlos angefordert werden.

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Altenbericht

In jeder Legislaturperiode erstellt die Bundesregierung einen Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland (Altenbericht). Die Geschäftsstelle ist beim Deutschen Zentrum für Altersfragen in Berlin angesiedelt.

Der sechste Altenbericht hat die gesellschaftlichen und individuellen Vorstellungen vom Alter – die sogenannten Altersbilder – untersucht. So wurde zum Beispiel analysiert, welchen Einfluss Altersbilder auf die Gesundheit, die gesundheitliche Versorgung und die Pflege haben.

Der Altenbericht der Bundesregierung kann hier heruntergeladen werden.
Es steht ebenfalls eine Kurzversion zur Verfügung.

Der Siebte Altenbericht wird derzeit zum Thema "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften" erarbeitet. Er soll 2015 fertig gestellt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie im Deutschen Zentrum für Altersfragen.

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Demografiestrategie

Die Bundesregierung hat im Frühjahr 2012 ihre Demografiestrategie verabschiedet. Das Ziel der Demografiestrategie der Bundesregierung ist es, jedem Einzelnen entsprechend seiner Lebenssituation und seines Alters, Chancen zu eröffnen, seine Potenziale und Fähigkeiten zu entwickeln und seine Vorstellungen vom Leben zu verwirklichen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Bundesregierung in allen Lebensbereichen – von der Familie über die Bildung, das Arbeitsleben und Ehrenamt bis zur Gesundheit – die Rahmenbedingungen so gestalten, dass sie den Erfordernissen Rechnung tragen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben.

Um einen breiten Dialog zur Gestaltung des demografischen Wandels zu ermöglichen, hat die Bundesregierung auf ihrem ersten Demografiegipfel am 4. Oktober 2012 verschiedene ressort- und ebenenübergreifende Arbeitsgruppen eingesetzt, in denen Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Zivilgesellschaft und Verbänden über Herausforderungen diskutieren und Lösungsansätze entwickeln.

Die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden auf dem 2. Demografiegipfel der Bundesregierung am 14. Mai 2013 vorgestellt. Die Arbeitsgruppe „Selbstbestimmtes Leben im Alter“ beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Gesundheitsförderung für ältere Menschen. Die Arbeitsgruppe hat ein strategisches Konzept „Selbstbestimmt Altern“ verabschiedet, das Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die Dimensionen „Aktives Altern“ und „Bedarf an Unterstützung und Pflege“ verbindet. Die Bundesregierung nimmt den Dialogprozess im Rahmen der Demografiestrategie zum Anlass, ihre eigenen Maßnahmen unter den Schwerpunkten sorgende Gemeinschaften, Wohnen und Mobilität sowie Prävention, Gesundheitsförderung und Pflege zu bündeln.

Der Dialogprozess in den Arbeitsgruppen der Demografiestrategie wird fortgesetzt.

Mehr zur Demografiestrategie erfahren Sie hier:

Das Demografieportal des Bundes und der Länder enthält Informationen zu allen Arbeitsgruppen der Demografiestrategie und zu den bisherigen Ergebnissen.

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Weitere Aktivitäten des BMG und des Geschäftsbereichs

7. gemeinsamer Präventionskongress 2015: "Prävention und Pflege"

Am 22. Juni 2015 fand in Berlin der 7. Gemeinsame Präventionskongress von BMG und BVPG unter dem Motto "Prävention und Pflege" statt. Dieser Kongress  hat ein Thema aufgegriffen, welches angesichts der aktuellen demografischen Entwicklung aus heutiger Sicht immer wichtiger wird. Denn mit der Anzahl pflegebedürftiger Menschen steigt zugleich auch der Bedarf an Betreuungs- und Unterstützungsleistungen. Dies ist aus mehreren Gründen bedeutsam. Erstens: aus Gründen knapper finanzieller und personeller Ressourcen. Zweitens: um die Lebensqualität und Selbstständigkeit älterer Menschen so lange wie möglich zu erhalten. Drittens: um einer möglichen fortschreitenden Pflegebedürftigkeit entgegenzuwirken. Deshalb ist es notwendig, die gesundheitlichen Potenziale, die auch pflegebedürftige Menschen aufweisen, zukünftig besser auszuschöpfen. Ebenso sind Versorgungs- und Pflegekonzepte an die demografische Entwicklung und die veränderte Bedarfssituation anzupassen. Ziele des Kongresses waren es daher, den bisher von Gesundheitsförderung und Prävention eher vernachlässigten Pflegebereich in das Zentrum zu rücken und die Prävention zielgerichteter zu gestalten. Bei der Behandlung des Themas wurde daher nicht nur die Zielgruppe der Pflegebedürftigen betrachtet, sondern auch die der Pflegenden (pflegende Angehörige und professionelle Pflegekräfte).

Weitere Informationen zur Tagung und eine schriftliche Dokumentation finden Sie hier.

Expertise Kommune

Die Kommune ist der Ort, wo Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen am wirkungsvollsten erfolgen können. Das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) die Kurz-Expertise: "Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen im Setting Kommune" erstellt

Diese fasst den Stand des Wissens in der kommunalen Gesundheitsförderung für ältere Menschen zusammen. Die Expertise kommt zu dem Schluss, dass eine auf Seniorinnen und Senioren bezogene Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Kommune nicht im Selbstlauf erfolgt, sondern initiiert, organisiert und nachhaltig gesichert werden sollte.

Die Expertise soll den Kommunen sowie den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Gesundheitsförderung eine Hilfestellung geben. Sie beschreibt u. a. rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen der Gesundheitsförderung. Außerdem werden Ansätze für die Gesundheitsförderung älterer Menschen genannt und insbesondere vorbildhafte Projekte der kommunalen Gesundheitsförderung im Alter vorgestellt.

Die Publikation steht Ihnen hier zur Bestellung und zum Herunterladen zur Verfügung.

Handlungsempfehlungen: "Gesundheitliche Prävention bei Frauen in der zweiten Lebenshälfte"

Als Ergebnis eines vom BMG vergebenen Forschungsprojektes wurden nicht nur Risikofaktoren, sondern auch das Präventionspotenzial in der zweiten Lebenshälfte für Frauen herausgearbeitet und in den Handlungsempfehlungen veröffentlicht.

Die Handlungsempfehlungen stehen ebenso wie der Forschungsbericht im Internetauftritt des BMG unter "Publikation" zum Download zur Verfügung.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit einer deutlichen Zunahme des Anteils älterer und alter Menschen in der Bevölkerung gewinnt das Thema "Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen" zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, die gewonnenen Lebensjahre in einer möglichst hohen Lebensqualität zu erleben.

Konferenzen/Tagungen

Seit 2012 finden regelmäßig BZgA-Bundeskonferenzen "GESUND UND AKTIV ÄLTER WERDEN" zu jeweils aktuellen Themen statt. Im Rahmen der 4. Bundeskonferenz am 12. Juni 2015 wurde beispielsweise in Berlin das Thema "ALTERN GESTALTEN – Lebensqualität fördern" behandelt. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Gestaltungsmöglichkeiten ältere Menschen in unserer Gesellschaft haben. Der Blick war insbesondere auf die individuellen Ressourcen und die Möglichkeiten der Unterstützung vor Ort gerichtet, die zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit, der Selbstständigkeit und der aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben beitragen können. Handlungsfelder, Strategien und Praxisbeispiele wurden vorgestellt und diskutiert.

Weitere Informationen zu allen bisherigen Bundeskonferenzen dazu finden Sie hier.

Auf Landesebene führt die BZgA seit 2009 gemeinsam mit Partnern auf ministerieller Ebene und den Landeseinrichtungen für Gesundheitsförderung Regionalkonferenzen "GESUND UND AKTIV ÄLTER WERDEN" durch. Die Programme und Dokumentationen gibt es hier als kostenlosen Download.

Publikationen für Fachkräfte

In der BZgA-Fachheftreihe "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung" wurde 2011 die Expertise zur Lebenslage von Menschen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren "Die Jungen Alten" als Fachheft Band 38 publiziert. Dieses Fachheft liegt als englische Übersetzung (Vo. 16: The Young Old) vor. Sie können die Expertise hier herunterladen oder bestellen.

Mit dem Fachheft Band 44 "Alte Menschen" hat die BZgA eine Expertise zur "Lebenslage und gesundheitlichen Situation von Menschen im Alter zwischen 65 und 80 Jahren veröffentlicht. Diese Expertise stellt den Akteurinnen und Akteuren vor Ort eine wichtige Planungsgrundlage zu Gesundheitsförderungsaktivitäten für ältere Menschen zur Verfügung. Auch dieses Fachheft liegt in englischer Übersetzung vor (Vol. 17: Older People). Nähere Einzelheiten finden Sie hier.

Anfang 2015 wurde mit Fachheft 47 die Expertise "Die Hochaltrigen – zur Lebenslage von Menschen im Alter über 80 Jahren" veröffentlicht. Auch diese Expertise wird zeitnah in englische Sprache übersetzt.

In Fachheft Band 45 "Lebensphase Alter gestalten – Gesund und aktiv älter werden" werden Nutzen und Praxis verhaltens- und verhältnisbezogener Prävention dokumentiert, die auf der Tagung "Kooperation Nachhaltige Prävention (KNP)" im Mai 2012 präsentiert wurden. Beschrieben sind Handlungskonzepte und evaluierte Interventionen für ein gesundes Altern. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Als Planungshilfe für Kommunen wurde 2012 die Argumentationsstrategie "Alt sind immer die Anderen" herausgegeben und bundesweit an alle Kommunen verteilt. Diese steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Im Bereich der Erwachsenenbildung hat die BZgA in Kooperation mit dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) Anfang 2014 die Broschüre "In Zukunft alt? Gesund Älterwerden als Thema der Erwachsenenbildung" publiziert. Weitere Einzelheiten finden Sie hier.

Broschüren für Menschen in der zweiten Lebenshälfte

Seit Mitte 2015 liegt die Broschüre "Sehen im Alter – Informationen und Tipps" vor. Sie richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte und informiert über Sehveränderungen im Alter und Sehhilfen sowie über Unterstützungs-, Rehabilitations- und Beratungsangebote. Erstellt wurde die Broschüre in Zusammenarbeit zwischen BZgA, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und dem Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Mehr Informationen finden Sie hier.

Broschüren-Set zur Sturzprävention

Ebenfalls seit Mitte 2015 hat die BZgA zusammen mit der  Bundesinitiative Sturzprävention zwei Broschüren zum Thema Sturzprävention herausgegeben. Die beiden Broschüren bauen unter der gemeinsamen Überschrift "Gleichgewicht und Kraft" aufeinander auf: Die Broschüre "Einführung in die Sturzprävention" enthält nützliche Informationen und Tipps, um Stürzen vorzubeugen. Die Broschüre "Das Übungsprogramm – Fit und beweglich im Alter" enthält Anleitungen und Übungen zur Sturzprävention.

Internetportal für Menschen in der zweiten Lebenshälfte und für Fachkräfte

Darüber hinaus unterhält die BZgA das Internetportal "Gesund & aktiv älter werden". Dieses enthält qualitätsgesicherte Informationen für die Zielgruppe der älteren Menschen sowie für Akteure und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren u. a. Hinweise auf Medien und themenrelevante Veranstaltungen sowie aktuelle Projekte.

In ihrem Newsletter GESUND UND AKTIV ÄLTER WERDEN informiert die BZgA regelmäßig über Aktuelles im Themenfeld, über Daten, Tagungen, neue Projekte und Publikationen. Interessierte können sich anmelden unter: gesund-aktiv-aelter-werden@bzga.de.

Das Programm „Älter werden in Balance“

Neuere Forschungsergebnisse zeigen mit großer Evidenz, dass Bewegungsprogramme und -aktivitäten auch in fortgeschrittenem Alter gesundheitsfördernd und präventiv wirken. Viele der im Alter gehäuft auftretenden Erkrankungen lassen sich durch regelmäßige körperliche Aktivität verhindern oder zumindest hinauszögern. Des Weiteren unterstützt körperliche Fitness die Mobilität der Menschen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Aus diesem Grund hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 2014 ein Präventionsprogramm entwickelt, um ältere Menschen darin zu unterstützen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden durch mehr körperliche Aktivität möglichst lange zu erhalten. Das niedrigschwellig angelegte Programm Älter werden in Balance richtet sich an Frauen und Männer ab 65 Jahren. Die übergeordnete Zielsetzung des Programms ist es, die Anzahl gesunder Lebensjahre zu erhöhen und  Pflegebedürftigkeit hinauszuschieben. Das Programm wird finanziell vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) unterstützt.

Das Programm Älter werden in Balance besteht aus einer Reihe ineinander greifender Einzelelemente, die sich über den Projektzeitraum kontinuierlich weiterentwickeln werden. Eine zentrale Rolle in der Kommunikation spielt das Internet-Portal "Älter werden in Balance". Die Website soll dazu beitragen, das individuelle Gesundheitswissen der Alterszielgruppe zu verbessern. Hier gibt es praktische Tipps und Empfehlungen zu den Themen Gesundheit, Wohlbefinden und Bewegung. Ziel des Portals ist es, Freude an Bewegung zu vermitteln und Menschen zu aktivieren, Bewegungsaktivitäten beizubehalten oder neue Bewegungsherausforderungen anzunehmen. Die Inhalte sind fachlich geprüft und dokumentieren den aktuellen Stand der Wissenschaft. Auf dem Internet-Portal befindet sich auch die filmische Darstellung des Programms.

Die Broschüre Alltag in Bewegung

Die Broschüre zeigt die Vorzüge eines bewegten Alltags für die Gesundheit und das Wohlbefinden auf. Leicht verständlich wird erklärt, warum der Mensch unbedingt Bewegung braucht, um fit zu bleiben. Mit vielen praktischen Tipps, Anregungen und Informationen möchte sie ältere Menschen motivieren, sich im Alltag bewusst mehr zu bewegen. Dazu bietet die Broschüre ein einfaches Aktiv-Programm für jeden Tag, das ohne komplizierte Hilfsmittel und Kosten sofort in die Tat umgesetzt werden kann. Hier können Sie die Broschüre Alltag in Bewegung bestellen.

RKI

Das Robert Koch-Institut (RKI) forscht seit Jahren zu verschiedenen relevanten Fragestellungen im Bereich "Gesundes und aktives Altern". Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit wurde ein bundesweites kontinuierliches Gesundheitsmonitoring aufgebaut, das regelmäßige Gesundheitsstudien mit Befragungen und Untersuchungen repräsentativer Bevölkerungsgruppen beinhaltet. Die Forscherinnen und Forscher interessieren sich hierbei für den Status und die Entwicklung von Gesundheitsproblemen sowie für Risiken und Ressourcen vom Kindes- bis zum Seniorenalter, die Relevanz für gesundes und aktives Älterwerden haben. Hierzu zählen zum einen chronische Krankheiten und ihre Risikofaktoren, deren Wurzeln oft bis in die Kindheit reichen. Zum anderen sind gesundheitsrelevante Verhaltensweisen (Ernährung, körperliche Aktivität, Stressreduktion), aber auch das soziale Umfeld und Lebensbedingungen in allen Lebensphasen entscheidende Einfussfaktoren, um chronischen Krankheiten und gesundheitsbedingten körperlichen und kognitiven Funktionseinschränkungen im höheren Lebensalter vorzubeugen. Diese Kenntnisse sind grundlegend für die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Präventions- und Versorgungsangebote.  

Das Gesundheitsmonitoring wird ergänzt durch Analysen zur Verbreitung von Krebserkrankungen, durchgeführt vom Zentrum für Krebsregisterdaten am RKI und durch Untersuchungen, die auf die gesundheitliche Versorgung älterer Menschen mit bereits bestehenden Erkrankungen und Einschränkungen ausgerichtet sind. Beispielsweise werden Studien zur Anpassung der hausärztlichen Versorgungsstrukturen an die Erfordernisse von älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen durchgeführt. Hinzu kommen Studien zur Bekämpfung von Infektionen bei Pflegeheimbewohnern und Analysen zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die stationäre Versorgung und den Pflegekräftebedarf. Im Bereich Prävention forscht das RKI unter anderem zum Impfschutz; bei Älteren spielt hier der Schutz vor Influenza und Pneumokokken eine große Rolle.

Eine Übersicht zu den Arbeiten des RKI und ausgewählte Publikationen sind im Internet hier abrufbar.

Das RKI trägt mit seinen Arbeiten zur Entwicklung und Umsetzung der Nationalen Gesundheitsziele (z. B. "Gesund Älter werden" und "Gesund Aufwachsen") bei.

Nähere Informationen zum bundesweiten Gesundheitsmonitoring des RKI und zu den verschiedenen Monitoring-Studien finden Sie hier.

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