Pressemitteilung

Gutachten zur Sicherstellung einer effizienten Arzneimittelversorgung in der Onkologie vorgelegt

Heute hat der Statssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Stefan Kapferer das Fachgutachten mit dem Titel „Sicherstellung einer effizienten Arzneimittel-versorgung in der Onkologie“ entgegengenommen. Das Bundesministerium für Gesundheit hatte das Gutachten im Rahmen des Nationalen Krebsplans in Auftrag gegeben. Das Gutachten wurde von den Professoren Gerd Glaeske, Eberhard Wille, Klaus Höffken, Wolf-Dieter Ludwig, Matthias Schrappe und Lothar Weißbach erstellt.

Staatssekretär Stefan Kapferer sagte bei der Übergabe des Gutachtens:
„Das Gutachten bietet einen guten Überblick über die Entwicklungen im Bereich der onkologischen Arzneimitteltherapie und ist eine wichtige Diskussionsgrundlage für die weitere Arbeit im Nationalen Krebsplan. Ich danke den Gutachtern für ihren konstruktiven und kritischen Beitrag zu diesem schwierigen und kontroversen Thema. Ich bin mir sicher, dass das Gutachten wichtige Impulse für die weitere Ausgestaltung der onkologischen Arzneimittelversorgung geben wird.“

In dem Gutachten wird der „Lebenszyklus“ eines Krebsmedikaments von der
Entwicklung, Zulassung bis hin zur Versorgung dargestellt und unter medizinischen, arzneimittelrechtlichen, sozialrechtlichen und ökonomischen Aspekten beleuchtet. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen zur Sicherstellung einer effizienten und evidenzbasierten Arzneimittelversorgung in der Onkologie vorgeschlagen, insbesondere zur Finanzierung von hochpreisigen onkologischen Arzneimitteln, zur Erforschung des Nutzens im Versorgungsalltag und zur Sicherstellung einer neutralen Informationsvermittlung. Die Empfehlungen des Gutachtens richten sich an unterschiedliche Akteure auf nationaler und europäischer Ebene.

Das Gutachten wird der Steuerungsgruppe des Nationalen Krebsplans als
Arbeitsgrundlage zur Verfügung gestellt. In der Steuerungsgruppe sind zahlreiche für die Krebsversorgung relevante Institutionen und Organisationen sowie das Bundesgesundheitsministerium vertreten.

Der Nationale Krebsplan wurde am 16. Juni 2008 vom Bundesministerium für
Gesundheit gemeinsam mit Deutscher Krebsgesellschaft, Deutscher Krebshilfe und Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren initiiert. Ziel des Aktionsplans ist die Verbesserung der Krebsbekämpfung durch ein effektives, zielgerichtetes und aufeinander abgestimmtes Handeln aller Verantwortlichen im Rahmen eines
langfristig ausgerichteten Koordinierungs- und Kooperationsprogramms. Neben der Sicherstellung einer effizienten onkologischen Behandlung gehören die
Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und der onkologischen Versorgungsstrukturen und deren Qualitätssicherung sowie die Stärkung der Patientenorientierung zu den Schwerpunkten des Nationalen Krebsplans.

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