Glossar P-Q

Pflegesachleistungen

Um Unterstützung bei der Pflege zu Hause zu erhalten, können Pflege- und Betreuungsbedürftige die Hilfen ambulanter Pflegedienste nutzen. Sind diese durch Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen zugelassen, können sie Leistungen der Grundpflege, der hauswirtschaftlichen Versorgung und der häuslichen Betreuung erbringen, deren Kosten innerhalb der geltenden gesetzlichen Höchstbeträge von der Pflegeversicherung übernommen werden. Bis zu welchem Betrag pro Monat die Pflegekassen diese Leistungen finanzieren, hängt davon ab, welche Pflegestufe vorliegt sowie ob ggf. eine dauerhafte erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz festgestellt worden ist. Einen Überblick über die jeweiligen Höchstgrenzen gibt die untenstehende Tabelle. Überschreiten die Kosten diese monatlichen Höchstbeträge, sind die nicht abgedeckten Kosten vom Versicherten selbst zu tragen. Ist es aus finanziellen Gründen nicht möglich, die verbleibenden Pflegekosten selbst zu tragen, kann ggf. ein Anspruch auf Leistungen der Sozialhilfe zur Abdeckung der Pflegekosten bestehen.

Es kann auch auf Leistungen der staatlich geförderten privaten Pflege-Vorsorge zurückgegriffen werden, wenn ein entsprechender Vertrag abgeschlossen worden ist (Details zur staatlichen Förderung einer privaten Pflege-Zusatzversicherung finden Sie hier).

Ambulante Pflegesachleistungen pro Monat
Pflegestufe Ambulante Pflegesachleistungen pro Monat
Vorliegen einer dauerhaften erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz und eines Bedarfs an Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung, der (noch) nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht (sogenannte Pflegestufe 0) bis zu 231 Euro
Pflegestufe I bis zu 468 Euro
Pflegestufe I sowie Vorliegen einer dauerhaften erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz bis zu 689 Euro
Pflegestufe II bis zu 1144 Euro
Pflegestufe II sowie Vorliegen einer dauerhaften erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz bis zu 1298 Euro
Pflegestufe III bis zu 1612 Euro
in Härtefällen bis zu 1995 Euro

Mehr dazu unter "Pflegestärkungsgesetze".

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